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Aktuelle Projekte

Risikobetrachtung von Sicherungsmaßnahmen für spezielle Tätigkeiten bzw. Arbeitsverfahren im Gleisbereich unter Berücksichtigung signifikanter Einflussgrößen

Ziel des Forschungsprojektes ist es, speziellen Tätigkeiten bzw. Arbeitsverfahren im Gleisbereich die „optimale“, risikominimierende Sicherungsmaßnahme zuzuordnen. Auf Grundlage einer Risikobetrachtung werden signifikante Einflussgrößen ermittelt und bewertet. Es handelt sich um ein Kooperationsprojekt zwischen der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU), der Unfallversicherung Bund und Bahn (UVB) und der FSA.

Bei Arbeiten an und in der Nähe von Gleisanlagen bestehen für die Gleisarbeiter Gefährdungen insbesondere durch sich bewegende Schienenfahrzeuge. Deshalb sind für alle Arbeiten im bzw. in der Nähe des Gleisbereichs Sicherungsmaßnahmen zum Schutz der Beschäftigten vor den Gefahren des Bahnbetriebs erforderlich. Die Auswahl der Sicherungsmaßnahme wird u. a. von deren sicherheitstechnischer Rechtfertigung (ArbSchG § 4) und den betrieblichen Verhältnissen vor Ort beeinflusst. Sie kann außerdem von Faktoren wie der Art der Tätigkeit, den eingesetzten Arbeitsmitteln, den ergonomischen Erfordernissen (z.B. dem Arbeitsraum) etc. abhängig sein. Diese Faktoren sollen künftig bei der Festlegung der Sicherungsmaßnahme noch bessere Berücksichtigung finden.

Im Rahmen des Forschungsprojektes sollen spezielle Tätigkeiten bzw. Arbeitsverfahren im Gleisbereich im Hinblick auf signifikante Einflussgrößen (Risiken) analysiert und die entsprechende, risikominierende Sicherungsmaßnahme abgeleitet werden.
Ziel des Projektes ist eine Handlungshilfe, die den einzelnen Tätigkeiten bzw. Arbeitsverfahren die geeignete Sicherungsmaßnahme unter Annahme des höchsten Sicherheitsniveaus zuordnet.

Aktuell werden mithilfe von Simulationen die physikalischen Belastungen, denen die Gleisarbeiter durch vorbeifahrende Züge in Abhängigkeit von Zugtyp, Zuggeschwindigkeit und Abstand zwischen Zug und Gleisarbeiter ausgesetzt sind, untersucht.

    Dazu wurden zunächst Messdaten am Gleis gewonnen, um damit Computermodelle kalibrieren zu können. Auf der Grundlage dieser Simulationen können Aussagen über die physikalischen Belastungen der Gleisarbeiter getroffen werden.

    Eine Auswahl an Fragestellungen im Forschungsprojekt:

    • Welche Faktoren sind für die Auswahl der Sicherungsmaßnahme von Bedeutung?
    • Existieren Ausschlusskriterien für bestimmte Sicherungsmaßnahmen?
    • Wie gut funktionieren die Sicherungsmaßnahmen in der Praxis?
    • Gibt es Risiken bei der Umsetzung von Sicherungsmaßnahmen?
    • Wie verhaltensabhängig darf eine Sicherungsmaßnahme sein?
    • Ist eine Kombination von Sicherungsmaßnahmen (Redundanz) sinnvoll bzw. notwendig?
    • Einsatz- und Erweiterungsmöglichkeiten der Festen Absperrung?
    • Welchen Einfluss hat die Vorbeifahrgeschwindigkeit auf das Verhalten bzw. die Gesundheit der Mitarbeiter?

    Ansprechpartnerin:
    Juliane Manteuffel
    juliane.manteuffel@remove-this.fsa.de

    Veröffentlichungen

    J. Manteuffel Risikobetrachtung von Sicherungsmaßnahmen für spezielle Tätigkeiten bzw. Arbeitsverfahren im Gleisbereich unter Berücksichtigung signifikanter Einflussgrößen 2017-08-01 16:27:00 F06-1402
    J. Manteuffel

    Risikobetrachtung von Sicherungsmaßnahmen für spezielle Tätigkeiten bzw. Arbeitsverfahren im Gleisbereich unter Berücksichtigung signifikanter Einflussgrößen

    Abschlussbericht Teil 1, Kurzversion, Potsdam, 2017

    J. Manteuffel Risikobetrachtung für Sicherungsmaßnahmen im Gleisbereich 2016-09-13 16:42:00 F06-1402
    J. Manteuffel

    Risikobetrachtung für Sicherungsmaßnahmen im Gleisbereich

    BauPortal, 5, 2016

    J. Manteuffel Ein Forschungsprojekt der FSA: Risikobetrachtung für Sicherungsmaßnahmen bei Arbeiten im Gleisbereich 2016-01-03 16:34:00 F06-1402
    J. Manteuffel

    Ein Forschungsprojekt der FSA: Risikobetrachtung für Sicherungsmaßnahmen bei Arbeiten im Gleisbereich

    UVB.dialog, 1, 2016