Gefahrenbereich im Außenraum vor druckentlasteten Apparaten

Mit Hilfe experimenteller Untersuchungen auf unserem Versuchsfeld in Kappelrodeck sollen die Gefahrenbereiche im Außenraum vor druckentlasteten Schlauchfilteranlagen überprüft werden. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen die Grundlage für eine realitätsnahe Bewertung dieser Bereiche liefern.

In vielen Betrieben der Lebens- und Futtermittelindustrie, der Holzindustrie, der chemischen und pharmazeutischen Industrie sowie der Metallverarbeitung kommen explosionsdruckentlastete Filtrationsabscheider in Form von Schlauchfiltern zum Einsatz. Der Aufstellungsort befindet sich im Allgemeinen außerhalb der Gebäude. Da bei einer Explosionsdruckentlastung Flammen und Druckwellen austreten können, müssen Gefahrenbereiche ausgewiesen werden, die während des Betriebs nicht betreten oder befahren werden dürfen.

Die nach DIN EN 14491 berechneten Gefahrenbereiche erfordern jedoch häufig deutlich mehr Platz, als in der Praxis verfügbar ist, was Betriebe insbesondere in Genehmigungsverfahren vor erhebliche Schwierigkeiten stellt.

Dabei basieren die Berechnungsgrundlagen der Norm auf Worst-Case-Bedingungen, die unter realen Betriebsbedingungen von Schlauchfilteranlagen meist nicht auftreten.

Ziel des Projekts ist es daher, durch experimentelle Untersuchungen neue Erkenntnisse zu gewinnen, die eine deutliche Verringerung der erforderlichen Gefahrenbereiche ermöglichen.

Ansprechpartner:
Felix Deibel
Felix.Deibel@remove-this.fsa.de