Projektstart im Bereich Lärmprävention: „Optimierung akustischer Qualität kommunikationsintensiv genutzter Räume“

Vergleichsmessungen im refelxionsarmen Halbraum

In Bereichen in denen gutes Verstehen und einfaches Sprechen wichtig sind, wie in Büros, Schulen aber auch in Restaurants, ist eine gute Akustik unablässig. Häufig verschlechtern schallharte Böden, Wände und Decken die akustische Situation. Erste Maßnahmen führen in vielen Fällen schon zu signifikanten Verbesserungen. Durch solche Maßnahmen kann zum Beispiel der Lombardeffekt (ein sich selbst verstärkender Prozess des immer lauteren Sprechens in lauter Umgebung und dadurch eine Erhöhung des Hintergrundgeräusches) verringert werden und die Akustik des Raums spürbar besser werden. Doch wie erkennt man akustisch ungünstige Räume und was kann als erste Maßnahme getan werden?

 

Vergangene Projekte im Bereich Raumakustik lieferten wichtige Informationen zu Kanten-Absorbern, Breitband-Kompaktabsorbern sowie zu weiteren innovativen Schallabsorbern und Absorptionsmaterialien für den Innenbereich. Es ist eine komplexe Aufgabe, verschiedene Räumlichkeiten und Situationen akustisch zu vermessen, zu beschreiben und fachlich fundierte Verbesserungsvorschläge zu erarbeiten und umzusetzen.

In diesem Projekt werden Hilfestellungen erarbeitet, die dem Nutzer bei der Einschätzung der akustischen Probleme, sowie bei deren Beseitigung unterstützen. Die Nutzer sollen in der Lage sein, raumakustische Probleme zu erfassen und im Idealfall eine erste Einschätzung zu machen. Sie sollen Probleme selbst erkennen und mit Hilfe der Informationen Anregungen für das weitere Vorgehen an die Hand bekommen.

In einem ersten Projektschritt werden unterschiedliche raumakustische Apps untersucht und verglichen. Hierzu werden die Nachhallzeiten (eine raumakustische Kenngröße für die Halligkeit eines Raumes) in schallharten und schallarmen Räumen mit professionellen Messgeräten und mit Smartphone durchgeführt und verglichen. So wird die einfache Durchführung der Messungen mit dem Smartphone überprüft und deren Genauigkeit untersucht.

 

Ansprechpartner für weitere Informationen:
Janna Lamprecht
e-Mail: janna.lamprecht(ат)fsa.de