Trotz Wirbelsäulenerkrankung weiterarbeiten – ein Modelprojekt hilft dabei

Bandscheibenbedingte Erkrankungen der Lendenwirbelsäule haben vielfältige Ursachen. Langjähriges Heben und Tragen schwerer Lasten und/oder häufiges Arbeiten in extremer Rumpfbeugehaltung können zu ihrer Entstehung oder Verschlimmerung beitragen. 

Betroffene können selbst eine Menge tun, um der Entstehung, dem Wiederaufleben oder der Verschlimmerung einer bandscheibenbedingten Erkrankung der Lendenwirbelsäule entgegenzuwirken. Wie das geht, lernen die Patienten während einer einwöchigen ganztägigen Therapiemaßnahme am Zentrum für Bewegungstherapie in Erfurt.

Teilnehmen können Versicherte bei der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe über zwei Wege. Zum einen über die zuständige Bezirksverwaltung, wenn ein Antrag auf Anerkennung einer Berufskrankheit (BK 2108) gestellt wurde oder Betroffene möchten die Entstehung einer bandscheibenbedingten Erkrankung frühzeitig verhindern, dann können sie als Präventionsfall vom Gesundheitsschutz der BGN zur Therapie angemeldet werden.

Neben der nachgewiesenen bandscheibenbedingten Erkrankung der unteren Lendenwirbelsäule muss eine mindestens siebenjährige Tätigkeit in einem BGN-Betrieb vorliegen. Weiterhin muss der Wunsch bestehen, im Beruf zu verbleiben.

Nach dem Therapieprogramm in Erfurt schließt sich eine wohnortnahe Nachbehandlung von 20 Einheiten Physio-/Sporttherapie an. Bei Bedarf erfolgt eine Beratung am Arbeitsplatz zur Umsetzung einer rückenfreundlichen Arbeitstechnik und Arbeitsplatzgestaltung.

Flyer Modelprojekt "Prävention von Wirbelsäulenerkrankungen"

Weitere Informationen unter www.zfb-erfurt.de