Rückhaltevermögen von Atemschutzfiltern gegenüber biologischen Arbeitsstoffen

Atemschutzfilter

Das Projekt ist in Kooperation mit der Tiefbau-Berufsgenossenschaft München (jetzt: BG Bau), der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe, Mannheim und den Universitäten FH Fulda, TU Dresden und TU Kaiserslautern entstanden.

Partikelfiltrierende Halbmasken (engl. Filtering Face Pieces FFP) werden für den Einmalgebrauch als persönliche Schutzausrüstung zum Schutz gegen das Einatmen von Aerosolen in der Atemluft empfohlen. Nach Expertenmeinung spielt für das Rückhaltevermögen einer solchen Filtermaske die Art oder auch Oberflächenbeschaffenheit der Luftpartikeln keine besondere Rolle. Deshalb werden die Masken sowohl gegenüber luftgetragenen, partikulären Gefahrstoffen wie auch gegenüber Biostoffen für wirksam gehalten.

Diese Masken, bei denen der Maskenkörper als Filter wirksam ist, werden in Europa gemäß EN 149 als FFP 1, FFP 2 und FFP 3 klassifiziert, was Penetrationsraten von maximal 22%, 8% bzw. 2% entspricht.
 
Die Massenkonzentration als Prüfkriterium für Filtermasken liefert nützliche Informationen in Bezug auf die Beurteilung der Schutzwirkung gegenüber Gefahren durch chemisch oder physikalisch wirksame Substanzen. Hinsichtlich der Infektionsgefahren durch Mikroorganismen ist jedoch die Massenkonzentration weniger geeignet als Beurteilungsbasis. In diesen Fällen ist die Anzahlkonzentration aussagekräftiger. Dieser Umstand wird in den Empfehlungen für die Filtermasken als Atemschutz gegen Biostoffe bisher nicht berücksichtigt.

Prüfstand Atemschutzfilter

Bei den vorliegenden Untersuchungen kamen von 4 bedeutenden Filtermaskenherstellern  je eine Maskenart der Klassen FFP 1, FFP 2 und FFP 3 zum Einsatz. Dabei war es nicht das Ziel, die Übereinstimmung mit der Norm EN 149 mit der Massenkonzentration als Basis zu prüfen, sondern es wurden die Rückhalteraten der Filtermedien bzw. der Filtermasken gegenüber NaCl- und biologisch aktiven Aerosolen in Abhängigkeit von deren Partikelgrößen untersucht. 

Ansprechpartner: 
Dr. Klaus Müller
Mail:  klaus.mueller(ат)bgn.de

Zusammenfassung: Rückhaltevermögen von Atemschutzfiltern gegenüber biologischen Arbeitsstoffen 
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Respiratory Protection against  Occupational Bioaerosols (95 KB)