Zwischen Wohnung und Arbeitsplatz - Eine Studie zum Arbeitsweg und zum Wegeunfallgeschehen

Berufsverkehr

Im Jahr 2010 ereigneten sich etwa 950 000 Unfälle am Arbeitsplatz, aber auch fast 224 000 Unfälle (5,4 pro 1000 Beschäftigte/Jahr) auf dem Weg von und zur Arbeit. Diese sog. Wegeunfälle verursachen wegen ihrer besonderen Schwere großen volkswirtschaftlichen Schaden. Die vorliegende empirische Studie , die von der FSA e.V. in Zusammenarbeit mit der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN) und der Universität Duisburg durchgeführt wurde, beleuchtet die Unfallrisiken unter Berücksichtigung der Expositionsdaten wie Fahrstrecke, Tageszeit oder Verkehrsmittel. Mehr als 2000 Arbeitgeber und Arbeitnehmer haben sich an der repräsentativen Untersuchung beteiligt.

Ziel der Studie war es Faktoren zu identifizieren, die mit einem höheren Wegeunfallrisiko einhergehen. Nach den Befunden liegt ein deutlich erhöhtes Risiko vor bei

  • jüngeren Beschäftigten
  • im Backgewerbe Beschäftigten
  • Versicherten in den neuen Bundesländern
  • motorisierten Zweiradfahrern
  • Frauen
  • Verkehrsteilnahme zwischen Mitternacht und 6:00 Uhr morgens

Die ermittelten Befunde legen eine Reihe von Konsequenzen für die (betriebliche) Verkehrssicherheitsarbeit nahe. Neben einer verstärkten Einführung von Mobilitäts-Managementsystemen gehören dazu die intensive Ausrichtung an den Belangen weiblicher Erwerbstätiger sowie das Aufgreifen von Problemen nächtlicher Verkehrsteilnahme.

Ansprechpartner: 
Dr. Michael Geiler
michael.geiler(ат)bgn.de 
 


 

Zwischen Wohnung und Arbeitsplatz 

Asanger Verlag
Zwischen Wohnung 
und Arbeitsplatz