Richtig erholen - leichter arbeiten: Das Projekt rela-x. Junge Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter - total relaxed?

Junge Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter - darunter wird die Altersgruppe der 18 bis 25-Jährigen verstanden - stehen tagtäglich vor vielen neuen Herausforderungen - egal, ob während oder nach der Ausbildung oder beim Direkteinstieg in einen neuen Beruf. Der Arbeitsalltag konfrontiert junge Berufstätige mit vielen verschiedenen Belastungen und Beanspruchungen. Mangelnde Erfahrung führt oft dazu, dass arbeitsbezogene Probleme und belastende Situationen nicht angemessen bewältigt werden können. Ergebnisse einer aktuellen Studie der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN) und der Sozialforschungsstelle Dortmund (sfs) mit 800 Auszubildenden zeigen beispielsweise, dass junge Berufstätige sich häufig überfordert fühlen und Arbeitssituationen als belastend wahrnehmen. Die Folgen der mangelnden Bewältigung stressiger Arbeitssituationen zeigen sich nicht selten in Gesundheitsbeeinträchtigungen.

Dass junge Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch langfristig körperlich und psychisch gesund bleiben, ist jedoch sowohl aus individueller als auch betrieblicher Perspektive von großer Bedeutung. Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels ist davon auszugehen, dass die heute jungen Menschen bis in ein relativ hohes Alter erwerbstätig sein werden. Ihre körperliche und psychische Gesundheit ist dafür eine wichtige Voraussetzung.

Die Unterstützung bei der Meisterung arbeitsbezogener Probleme und beruflicher Belastungen stellt daher einen wichtigen Ansatzpunkt dar, um zur langfristigen Gesunderhaltung junger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beizutragen.

Wie können junge Berufstätige langfristig gesund bleiben?

Verschiedene Strategien können beim Umgang mit den Belastungen und Beanspruchungen des Arbeitslebens hilfreich sein. So weiß man aus Forschungsprojekten in der Arbeitspsychologie, dass Erholungs- und Bewältigungsstrategien eine wichtige Rolle für Wohlbefinden, Gesundheit und Leistungsfähigkeit spielen. Doch welche Strategien nutzen insbesondere junge Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Erholung und Regeneration? Und welche dieser Strategien sind auf lange Sicht erfolgreich? Diese Fragen sind bislang offen, obgleich die Antworten sowohl gesellschaftlich als auch wirtschaftlich hoch relevant sind.

Das Projekt rela-x

Um diese Fragen beantworten zu können, wurde das Projekt rela-x von der Forschungsgesellschaft für angewandte Systemsicherheit und Arbeitsmedizin e.V. (FSA), mehreren Berufsgenossenschaften und der Universität Mannheim ins Leben gerufen. Ziel des Projekts ist es, präventive Maßnahmen zu entwerfen und umzusetzen, die jungen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erfolgreiche Regenerations- und Bewältigungsstrategien vermitteln. Für die Entwicklung gesundheitsförderlicher Präventionsmaßnahmen ist zunächst eine Identifizierung erfolgversprechender Regenerations- und Bewältigungsstrategien unerlässlich.

An erster Stelle steht daher eine groß angelegte Befragungsstudie, die sich an junge Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den unterschiedlichsten beruflichen Kontexten richtet.

 „Was machen Sie eigentlich, wenn Sie nicht arbeiten?“ - Die Online-Studie

In einer Online-Studie werden über 2.000 junge Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter befragt, um mehr über ihre Arbeitssituation, ihr Befinden und ihre Regenerations- und Bewältigungsstrategien zu erfahren. Auch außerbetriebliche Faktoren, wie zum Beispiel der Einfluss des privaten sozialen Umfelds, werden in der Befragung berücksichtigt. Die jungen Berufstätigen sollen viermal im Abstand von drei Monaten befragt werden, da sich bei jungen Menschen sowohl die Arbeitssituation als auch die eigenen Regenerations- und Bewältigungsstrategien noch vergleichsweise stark ändern können. Als Dankeschön fürs Mitmachen erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer pro Befragung einen Amazon.de-Gutschein im Wert von 5 Euro.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.rela-x.de.

Projektbeteiligte

Forschungsgesellschaft für angewandte Systemsicherheit und Arbeitsmedizin e.V. (FSA)
Professur für Arbeits- und Organisationspsychologie der Universität Mannheim
BG Nahrungsmittel und Gastgewerbe
BG Handel und Warendistribution
BG Rohstoffe Chemische Industrie
BG Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse
BG der Bauwirtschaft
Unfallkasse Rheinland-Pfalz

Kontakt

Universität Mannheim
Dipl.-Psych. Stephanie Tremmel 
Dipl.-Psych. Anne Tzschach
Professur für Arbeits- und Organisationspsychologie
Schloss Ehrenhof Ost
68131 Mannheim
Tel.: 0621 181-2123 oder -2124
Fax: 0621 181-2119  
E-Mail: rela-x(ат)uni-mannheim.de 

Forschungsgesellschaft für angewandte Systemsicherheit und Arbeitsmedizin
Dr. Peter Bärenz
Dynamostraße 7 - 11
68165 Mannheim
Tel.: 0176 70753421
E-Mail: peter.baerenz(ат)bgn.de

Flyer rela-x.de